Bad Uracher Albverein mutschelt

Wie in den vergangenen Jahren mutschelt der Uracher Albverein auch 2015 wieder. Wir laden dazu Mitglieder und Freunde des Vereins zu einem unterhaltsamen Abend ein. Termin ist der 9. Januar 2015, 19:00 Uhr in der Gaststätte Zittelstadt.

Aus organisatorischen Gründen ist eine telefonische Anmeldung unter 07125/7332 notwendig. Wir freuen uns auf einen fröhlichen und gemeinsamen Mutschelabend.

Jahresabschlusswanderung

Die Ortsgruppe Bad Urach des Schwäbischen Albvereins lädt ihre Mitglieder und Gäste am Sonntag, 7. Dezember 2014 zur Jahresabschlusswanderung ein.

Die Wanderstrecke führt, ausgehend von der Gaststätte Pfählhof, zum Fuchsberg – Laureckhütte – Kaltental zurück zum Pfählhof. Gutes Schuhwerk und Wanderstöcke sind empfehlenswert.

Am Ende der Strecke beschließen wir die Wanderung mit einer Waldweihnachtsfeier. Die folgende Einkehr mit gemütlichem Jahresausklang findet in der Gaststätte Pfählhof statt.

Abmarsch ist um 13.30 Uhr ab Pfählhof. Die Wanderstrecke beträgt ca. 5-6 km und dauert ca. 2 – 2 1/2 Stunden.

Um 13.15 Uhr ist Treffpunkt auf dem Parkplatz Festhalle, zur Mitnahme im PKW der Mitglieder, die ohne Auto sind, zum Pfählhof, dem Ausgangspunkt der Wanderung. Die Wanderführung hat Edmund Buck.

Ermsgautag in Wittlingen

Die Ortsgruppe Bad Urach des Schwäbischen Albvereins beteiligt sich am Sonntag, 2. November beim Ermsgautag in Wittlingen.

Es besteht die Möglichkeit, sich ab 9.30 Uhr an einer der drei angebotenen, etwa zweistündigen Wanderungen (Nordic-Walking-Tour, Wanderung zum Hohenwittlingen mit geschichtlicher Führung, Wanderung auf dem Höhenzug zum Hochbehälter Hengen) zu beteiligen.

Nach dem Mittagessen beginnt um 13.30 Uhr die Gauversammlung mit Grußworten und dem Bericht des Gauvorsitzenden. Die Albvereinsjugend aus Wittlingen und die Fahnenschwinger des Ermsgaues bereichern das Nachmittagsprogramm.

Abfahrt in Bad Urach mit Privat-PKW um 9.00 Uhr ab Zentralem Omnibusbahnhof. Mitfahrgelegenheiten vorhanden. Rückkehr zwischen 16.00 Uhr und 17.00 Uhr. Weitere Informationen im Aushangkasten in der Bismarckstraße.

Familienabend 8.11.2014

Die Ortsgruppe Bad Urach des Schwäbischen Albvereins feiert am Samstag, 8. November ihren Familienabend im „Atrium“ des Hotel Frank, Vier Jahreszeiten. Beginn ist um 19.30 Uhr, Saalöffnung um 19.00 Uhr.

Die Jubilar-Ehrung langjähriger Mitglieder steht im Mittelpunkt der Feier, die vom Musikduo Müller aus Dettingen musikalisch umrahmt wird und welches am Ende des offiziellen Programms zum Tanz aufspielt. Mit dem „Schwäbische Alb – Quiz“, einem fröhlichen Ratespiel, bei dem man sich beteiligen kann, wird für Unterhaltung und Spannung gesorgt. Es gibt auch kleine Preise zu gewinnen. Mit Fotos der Wanderreise zum Kaiserstuhl und der Wanderungen mit dem „Landesfestwimpel“ soll für Information und Abwechslung beigetragen, vielleicht ein wenig begeistert und dafür angeregt werden.

Gemeinsam gesungene Lieder und Ansprachen runden das Programm ab. Ein festlicher und fröhlicher Abend in heiterer Runde soll die Mitglieder erfreuen. Gäste sind, wie immer, ebenfalls sehr willkommen.

 

Rückblick: 4-Tages-Wanderfahrt zum Kaiserstuhl

Die Wandertage der Ortsgruppe Bad Urach des Schwäbischen Albvereins im Kaiserstuhl waren so sehr vom Wetter begünstigt und wurden zu einem wunderschönen Erfolg für alle.

Am Donnerstag, 25. September starteten 25 Wanderfreundinnen und Wanderfreunde zur Wanderfahrt in den Kaiserstuhl. Von Bad Urach aus ging es über die B 28, B 312 und B 27 auf die Autobahn A 8. Vor Karlsruhe wurde eine längere Pause eingelegt. Es gab zur Überraschung Metzinger Sekt und frische Brezeln.

Gestärkt fuhr man weiter auf die A5 bis Ausfahrt Bad Krozingen. Nun waren es noch wenige Kilometer bis zur Stadt Staufen im Markgräfler Land.

Eine kleine Wanderung führte die Wanderer durch Weinberge, auf teils steilem Weg, zur Burgruine Staufen hinauf, erbaut um 1100. Vom Bergfried aus genoss man die herrliche Aussicht in die Umgebung, die bis ins Elsass und Burgund reichte.

Es folgte ein Gang durch die historische und sehenswerte, auch sehr charmante Altstadt von Staufen. Eine wohlverdiente Kaffeepause schloss sich an.

Auf kurzer Fahrt durch Bad Krozingen wurde das Hotel, welches Standquartier der Wandergruppe war, in Schallstadt-Mengen angefahren. Bevor die Zimmer bezogen werden konnten, gab’s im Hotel einen Sektempfang. Zum Abendessen versammelte man sich im Restaurant des Hotels und ließ den Abend gemütlich bei einem Viertele Kaiserstühler Wein ausklingen.

Der zweite Tag begann mit einer Rundfahrt durch verschiedene Weinorte, wie Ihringen, vorbei am Arboretum in der Nähe des Badbergs mit Ziel Vogtsburg-Bickensohl. Dort verließ man den Bus und begann die vorgesehene, hochinteressante und landschaftlich sehr beeindruckende Wanderung auf dem „Lösshohlwegepfad“ rund um Bickensohl. Für die Wanderführung konnte ein Ehepaar der Ortsgruppe Staufen – Bad Krozingen des Schwarzwaldvereins gewonnen werden, welches eine so informative und interessante Führung ermöglichte, die mit vielen Hinweisen zu Pflanzen, der Landschaft, den Aussichten und Geschichte gewürzt war.

Der Wanderung schloss sich, nach wenigen Kilometer mit dem Bus, eine gemütliche, sehr humorvolle und informative Weinprobe in der Winzerkellerei Burkheim an, bei der fünf verschiedene Weine kredenzt wurden. Am Ende konnte, ja es wurde sogar, Wein gekauft werden.

Aus Sicht der Teilnehmer war dieser Wandertag der Höhepunkt des Aufenthalts im Kaiserstuhl.

Auch die Wanderung am dritten Tag von Burkheim aus durch Weinberge – die Weinlese war in vollem Gang – nach Jechtingen mit Besuch der dortigen Kirche aus der Barockzeit, die gerade für ein Kirchenfest geschmückt wurde, führte weiter zur Burg Sponeck. Hier konnte der geöffnete Privatgarten besichtigt werden, in dem noch Grundmauern eines früheren Kastells sichtbar waren. Auch geschichtliche Hintergründe, die zu den Herzögen von Württemberg und Mömpelgard führten, konnten dabei erwähnt und erhellt werden. Auf angenehm zu wandernden Waldwegen und wiederum durch Weinberge stieg die Wandergruppe zum „Haberberg“ hinauf und genoss die herrliche Fernsicht; konnte dabei wieder ein wenig verschnaufen. Durch Wald und asphaltierte Weinbergwege mit noch herrlichen Ausblicken zum Rhein, dem Rheinkanal und zu den Rheinauenwäldern ging’s zurück nach Burkheim. Die Wanderung endete mit dem Gang durch die historische und sehr charmante, heimelige Innenstadt von Burkheim, einem der schönsten Orte im Kaiserstuhl.

Anschließend wurde nach Breisach weitergefahren. Von dieser Stadt waren die Teilnehmer ebenfalls sehr begeistert. Nachdem der Durst gelöscht war, ging es hinauf zum Münster. Man versammelte sich zur Besichtigung der Kirche. Den kunstinteressierten Teilnehmern wurden vom Wanderführer die wichtigsten und interessantesten Kunstgegenstände, wie der Schnitzaltar im Hochchor des Hans Loy von 1520, der Sandsteinlettner, ein Meisterwerk spätgotischer Steinmetzkunst um 1490, die Renaissancekanzel von 1597, das Heilige Grab von 1517, der Reliquienschrein und Martin Schongauers Weltgericht von 1491 an der West-, Süd- und Nordwand gezeigt, sowie kunsthistorische und geschichtliche Erklärungen dazu abgegeben.

Nach dem Frühstück verabschiedete man sich am Sonntag im Hotel. Mit dem Bus ging es bei Sonnenschein durch Freiburg, das Höllental hinauf zum Titisee. Auf der Sonnenseite des Sees wurde gemütlich durch den Kurpark zum  Alemannenhof am Titisee spaziert. Auf der Sonnenterasse konnte der Aufenthalt und das Mittagessen genossen werden. Gegen später wurde die Wanderschar unterhalb des Hotels von einem Schiff abgeholt und zum Ausgangspunkt zurück gebracht.

Die Rückfahrt auf der B 31 und B 27 führte noch zu einem Abstecher nach Balingen-Dürrwangen ins „Haus der Volkskunst“, dem Kulturzentrum des Schwäbischen Albvereins. Manfred Stingel, der Leiter des Zentrums, führte durch die beiden Häuser und die sehr sehenswerte Ausstellung des schwäbischen Hirtenhorns.

In einem Hechinger Gasthof war die Schlusseinkehr, bevor es wieder ins Ermstal zurück ging.

Die Teilnehmer verabschiedeten sich begeistert nach einer schönen und erlebnisreichen, vom Wetter so begünstigten Wanderfahrt.

 

Eugen Kramer (E.K.)

Schwäbischer Albverein e. V., Ortsgruppe Bad Urach

Autor des Fotos ist ebenfalls Eugen Kramer

Zum Uhlbergturm und auf dem Fratzenweg: Albvereinler wanderten im nördlichen Schönbuch

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Bei plötzlich einsetzendem Regenschauer bestiegen 17 Wanderer der Ortsgruppe Bad Urach den Bus und fuhren zu einer Halbtagswanderung in die nördliche Schönbuchregion. Im Laufe der Fahrt hörte der Regen zur Freude aller auf. Vom Wanderparkplatz Uhlberg in Plattenhardt ging es in Richtung Uhlbergturm. An Stelle des direkten Weges wählte man eine etwas ausgedehntere und ruhigere Variante. So lief man auf schönen breiten, geschotterten Holzabfuhrwegen durch den herrlichen Hochwald mit seinen beeindruckenden Buchen- und Eichenbeständen. Selbst ein kurzer Regenschauer konnte die Eindrücke nicht schmälern. Im Jahre 1972 wurde das Kerngebiet der Schönbuchregion zum ersten Naturpark in Baden Württemberg erklärt. Der 156 km² große Naturpark spielt eine wichtige Rolle als Rückzugsgebiet für sonst in der Region selten gewordene Pflanzen und Tiere. Vom Bund Deutscher Forstleute wurde dem Schönbuch der Titel „Waldgebiet des Jahres 2014“verliehen.

Der im Schönbuch lagernde Stubensandstein wurde einst für viele Bauwerke vergangener Jahrhunderte, beispielsweise Kloster Bebenhausen, Reutlinger Marienkirche, Kölner Dom, u.v.m. verwendet. Für die Restaurierung des maroden Ulmer Münsters soll er jetzt wieder abgebaut werden.

Der weitere Weg führte über die Uhlberghalde durch die Gärten der Gartenfreunde Bonlanden e.V. in den man üppig gefüllte Obstbäume bestaunen konnte. Nach etwa 3,5 km und einem kurzen, aber kräftigen Anstieg erreichte man die Hochfläche des Uhlbergs. Dort wurde man für die Mühen mit einer schönen Aussicht belohnt. Die meisten Teilnehmer ließen es sich nicht nehmen den 25 Meter hohen Uhlbergturm mit seinen 127 Stufen zu besteigen. Von dort oben hatte man eine gute Fernsicht mit Blick auf die Aichtalbrücke, sowie über die Filderebene bis hin zum Albtrauf. Immer wieder war man erstaunt ein bekanntes Objekt, wie den Hohen Neuffen, die Achalm oder die Ruine Reußenstein, entdeckt zu haben. Der Turm wird von der Ortsgruppe Plattenhardt gepflegt und betreut. Es ist bereits der dritte Turm. Er wurde 1963 gebaut und eingeweiht, nach dem zwei Vorgängertürme aus Holz, aus den Jahren 1890 und 1903, wegen Käferbefall abgerissen werden mußten.

Nach einer ausgiebig genossenen Aussicht ging es weiter auf dem Fratzenweg nach Neuenhaus. Ein Neuenhauser Holzkünstler und Töpfer hat den Fratzenweg geschaffen. Die Idee entstand, nach dem er vom Albverein gebeten wurde, den drei Meter hohen Stumpf des gefällten Mammutbaums am Uhlberturm zu bearbeiten. Seitdem steht neben dem Turm ein hölzerner Wandersmann, der die Ausflügler begrüßt. Dies Vorhaben brachte den Künstler aber auch auf die Idee in ausgewählten, lebenden Bäumen entlang des Weges Baumgesichter (Fratzen) zu schnitzen. 36 Gesichter mit unterschiedlichsten Mimiken, teils grimmig oder lustig, fröhlich oder furchterregend dreinschauend hat er inzwischen geschaffen.

Am Ende des Weges kam man an dem Haus des Künstlers vorbei und konnte dort nochmals seine ausgestellten Werke bewundern. Im Gasthaus „zum Uhlberg“, gleich um die Ecke, kehrte man ein und ließ den Tag in gemütlicher Runde ausklingen.

 

Christian Kreitz

Halbtageswanderung zum Uhlbergturm

Am Sonntag, den 07. September 2014 bietet die Ortsgruppe des Schwäbischen Albvereins Bad Urach eine Halbtageswanderung in den nördlichen Schönbuch an. Vom Wanderparkplatz Uhlberg in Plattenhardt geht es auf gut ausgebauten Waldwegen zum Uhlbergturm. Dort hat man eine schöne Aussicht über das Aichtal und die Filderebene. Die letzte Etappe geht auf dem Kunst- und Fratzenweg nach Neuenhaus, dem Wohnort des Holzkünstlers. Am Rand des Weges befinden sich Bäume, in die teils lustig oder gruselig, teils fröhlich aber auch furchterregend anmutende Gesichter geschnitzt wurden. Abschließend ist eine Einkehr im Gasthaus zum Uhlberg mit gemütlichem Ausklang vorgesehen.

Die gesamte Wanderstrecke beträgt ungefähr 5,5 km. Gutes Schuhwerk sowie Wanderstöcke sind empfehlenswert. Gäste sind wie immer willkommen.

Abfahrt ist um 13:30 Uhr am Omnibusbahnhof in Bad Urach. Weitere Zusteigemöglichkeiten bestehen um 13:25 Uhr am E-Werk und 13:35 Uhr beim Café „Beck“ in der Braike. Die Rückkehr wird voraussichtlich gegen 19:00 Uhr sein.

Anmeldung beim Reisebüro Birkmaier in Bad Urach bis Freitag, den 29. August 2014. Weitere Auskünfte erteilt Wander  führer Christian Kreitz, Tel. 07125/3157.

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Rückblick: Durchs wildromantische Magentäle

 

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Albverein wanderte auf der Ostalb

Bad Urach. Unbeeindruckt von der unbeständigen Wettervorhersage machten sich am letzten Sonntag im Juli eine kleine Gruppe mit elf gut gelaunten Wanderern der Ortsgruppe Bad Urach auf den Weg zu einer Tageswanderung in die Ostalb.

Fahrziel war der zu Geislingen an der Steige gehörende Teilort Eybach. Startpunkt war die katholische Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt, in die man wegen eines Gottesdienstes nur eben im Vorbeigehen einen kurzen Blick hinein werfen konnte. Beeindruckend war das an der östlichen Außenmauer angebrachte überdimensionale Christophorus-Fresko. Der Weg führte zunächst ein Stück mit leichtem Anstieg durch das Roggental. An der „Unteren Roggenmühle“ zweigte der Weg ab und führte durch das urige und wildromantisch wirkende Magentäle bergan auf die Hochfläche. Wegen der zurückliegenden Regenfälle war auf den etwas rutschigen Wegen Achtsamkeit geboten. Das Magentäle ist eine Felsenschlucht, die seit 1978 als Naturschutzgebiet ausgewiesen ist und seit vielen Jahren nicht mehr forstwirtschaftlich genutzt wird. Unterwegs blieb man immer wieder stehen um die naturbelassenen Hänge mit seinen beeindruckenden Felsen zu bewundern.

An der DAV-Hütte der Sektion Brenztal angekommen gab es eine kleine Rast im Freien, bei der man für den weiteren Weg wieder frische Energie tankte. Über Steinenkirch ging es weiter zu der ehemaligen Burg Ravenstein, deren Existenz nur noch mit abstrakter Vorstellung erahnt werden konnte. Zwei tief in den Fels gehauene sichelförmig angelegte Halsgräben, boten Schutz gegen Angreifer von der Albhochfläche. Viereckig angelegte Vertiefungen deuten auf Kellerräume hin. Nach dem Abstieg in das Roggental kam man zu einem ebenerdigen Höhleneingang, dem Mordloch, eine auf 4.382 m erforschte Klufthöhle. Sie ist die drittlängste Höhle auf der Schwäbischen Alb. Der Name der Höhle geht auf eine lokale Sage zurück, nach der vor einigen hundert Jahren ein Wilderer den Eybacher Schlossförster ermordet und dann in der Höhle versteckt haben soll.

In die „Obere Roggenmühle“, ein weithin bekanntes Ausflugslokal mit eigener Forellenzucht, kehrte man zu einer ausgiebigen Mittagsrast ein. Kaum dort angekommen setzte ein heftiger Gewitterschauer ein. Manch einer genoß die angebotenen Spezialitäten mit fangfrischen Forellen. Nach der Stärkung ging es auf leicht fallenden Wegen meist ohne Regen zurück nach Eybach, von wo aus man nach einer zurückgelegten Wanderstrecke von etwa 14 km wieder die Rückfahrt antrat. Nach einem schönen und eindrucksvollen Tag erreichte man wohlbehalten und zufrieden die heimischen Gefilde.

 

Christian Kreitz

 

Rückblick: Ausfahrt zum Vilsalpsee

Der Schwäbische Albverein Bad Urach unternahm wie in den vergangenen Jahren eine ganztägige Ausfahrt für die „Daheimgebliebenen“. Dieses Jahr war das Ziel der Vilsalpsee im Tannheimertal / Tirol und Isny im schwäbischen Allgäu.

Der mit 49 Teilnehmer voll beladene Bus fuhr ab Bad Urach auf der Autobahn Richtung Ulm, mitten durch die Baustelle für den Ausbau der Autobahn und dem Neubau der Bahn-Hochgeschwindigkeitsstrecke Stuttgart-Ulm. Es war interessant zu sehen, welche Erdmassen auf dieser Baustelle bewegt werden.

Vorbei an Ulm, das Ulmer Münster mit seinem 161 m hohen Turm grüßte von der Ferne. Nach einem kurzen Halt am Allgäuer Kreutz ging es in zügiger Fahrt weiter. Bald war das liebliche Voralpengebiet und Pfronten erreicht und der Bus verließ die Hauptstrecke und bog ein um durch die Enge über die Deutsch-Österreichische Grenze Graen im Tannheimertal zu erreichen. Bis zu dieser Zeit war das Wetter sonnig mit guter Sicht. Leider kamen in den Bergen Gewitterwolken auf und beim Eintreffen am Vilsalpsee leichter Nieselregen, der aber den Aufenthalt nicht beeinträchtigte.

Der Vilsalpsee mit seiner Länge von 1,4 km und Breite von 500 m liegt auf 1165m Höhe. Er ist umrahmt von ca. 2000 m hohen Berge der Ostalpen. Es ist ein idyllisches Plätzchen und laedt immer wieder zum Wandern, Schwimmen und Bergsteigen ein. Z. Zeit ist aber durch einen Felssturz und einen noch zu erwarteten größeren Abbruch die Ostseite des Gebietes gesperrt.

Mit den Eindrücken dieses herrlichen Sees ging die Fahrt längs des Tannheimertals zum Oberjochpass, dessen 106 Kehren und Kurven bis Hindelang abwärts gefahren wurden. Die Strecke Sonthofen, Immenstadt mit seinem großen Alpsee, Missen bis Isny war kurzweilig, man konnte den Kontrast zwischen Hochgebirge und Voralpenlandschaft genießen. Den Aufenthalt in Isny gestaltete jeder auf seine Art, Besichtigung der Sehenswürdigkeiten oder eine Kaffeepause einzulegen.

Der Abschluss des Tages erfolgte bei einem gemeinsamen Essen in Dächingen.

Froh und gut gelaunt kam die Gruppe nach diesem ausgefüllten Tag wieder in Bad Urach an.

 

4. Landesfestwimpelwanderung von Plochingen nach Reutlingen vom 28. Mai bis 30. Mai 2014

Am Morgen des 28. Mai brachen wir in Plochingen zu unserer nun schon traditionellen „Landesfest-Wimpelwanderung“ auf.

Verabschiedet wurden wir nach einen kleinen Empfang im Alten Rathaus von Plochingen von Herrn Bürgermeister Frank Buß, Frau Rauchfuß und Frau Schäfer von der Hauptgeschäftsstelle mit den besten Wünschen für die Wanderung und eine gesunde Ankunft in Reutlingen.

18 Mitwanderer machten sich zur ersten Etappe nach Neuffen auf.

Zuerst ging es mit unseren Wanderführern Erich Haas und Dieter Weiss am Neckar entlang, vorbei an den Wernauer Seen nach Wendlingen. Auf der alten und historischen Ulrichbrücke wurde der Wimpel offiziell von Gauobmann Ulrich Hempel an den Gauobmann Erich Haas übergeben, da wir die Gaugrenzen des Esslinger Gaues und des Teck-Neuffen-Gaues erreicht hatten.

Durch Wendlingen hindurch, über eine Autobahnbrücke der A 8 steuerten wir das Wanderheim der Ortsgruppe Oberboihingen an. Dort wartete bereits das Ehepaar Haussmann auf die Wimpelgruppe. Der Durst und der kleine Hunger wurden gestillt. Vor dem Aufbruch sangen wir zur Gitarrenbegleitung von Frau Haussmann drei Wanderlieder.

Von Oberboihingen über wunderschöne Blumenwiesen kamen wir wieder an den Neckar, dem wir stromaufwärts entlang nach Nürtingen folgten. Vorbei am Bahnhof ging’s durch die Stadt in Richtung Tiefenbachtal. Außerhalb von Nürtingen hatten wir eine längere Pause verdient. Außerdem wartete eine Dame von der Nürtinger Zeitung auf uns, der wir bereitwillig zu einem Interview und einem Bild für die Presse zur Verfügung standen.

 

Nachdem Hunger und Durst gestillt waren, wanderten wir auf schönen breiten Holzabfuhrwegen etwas bergauf in Richtung Beuren. Auf einmal sahen wir den „Hohen-Neuffen“ und die Albkette wieder vor uns. Eine kurze Trinkpause ließ uns diese Eindrücke genießen. Inzwischen war es wärmer geworden. Wir kamen aus dem Wald. Durch wunderschöne Streuobstwiesen zu wandern machte richtig Spaß. Vor Beuren wartete unser Begleitfahrzeug mit unserem Fahrer Werner Schrade, der bereit war, auch einen Mitwanderer ein Stück im Auto mitzunehmen. Inzwischen hatten wir 27 km zurückgelegt. Noch war das Etappenziel nicht erreicht. So ging es weiter durch Beuren, am Waldrand entlang, zuletzt durch den Wald nach Neuffen und zum Bahnhof. Dort verabschiedeten sich einige Mitwanderer dieser ersten Tagesetappe nach 32,5 km Wanderstrecke. Sieben Wanderer suchten danach unser Hotel Garni auf und machten sich frisch. Nun hatten wir uns ein gutes und gemütliches Abendessen verdient.

29. Mai – Christi Himmelfahrt – 2. Wandertag

Nach einem kräftigen Frühstück im Hotel brachen wir auf zum Bahnhof in Neuffen. Dort war der Treffpunkt für die Wandergruppe vereinbart. An diesem Wandertag, der uns auf den „Gustav-Ströhmfeld-Weg“ führen sollte, gesellten sich einige neue Mitwanderer für diesen Tag zu uns. Die neue Wegführung und Ausgestaltung des erst kürzlich zertifizierten Qualitätswanderweges „Gustav-Ströhmfeld-Weg“ interessierte uns alle. Bei Sonnenschin und angenehmen Temperaturen machten wir uns mit unserem Wanderführer Erich Haas zur zweiten Etappe auf.

Der Anstieg zum Hohen-Neuffen war teilweise steil und durchaus schweißtreibend. Wir kamen dabei durch das Naturschutzgebiet „Neuffener Heide“ und konnten Orchideen und weitere seltene Pflanzen und Blumen dabei bewundern, was eine willkommene kleine Pause ermöglichte. Auf zum Teil breiten Wegen wurde bald die Burgruine „Hohen-Neuffen“ (743 m ü.NN) erreicht. Am Eingang konnten wir eine, erst wenige Tage vorher aufgestellte und eingeweihte „Staufersäule“ bewundern.

Der Rundgang auf der Burg bot uns eine ganz wunderbare Aussicht in die nähere und weitere Umgebung, wie die Burg Teck, die drei Kaiserberge, in den Stuttgarter und Tübinger Raum, teilweise weit darüber hinaus.

Es folgte eine wunderschöne Randwanderung über „Bauerloch“, „Barnberg“, „Kniebrech“ zum „Seizen- und Deckelesfelsen“ (722 m ü. NN); entlang des „Kienbeins“ bis zur „Karlslinde“ und Abstieg zum „Schillingskreuz“ (657 m ü NN), wo wir unsere Mittags- und Vesperpause einlegten. Frisch gestärkt nahmen wir den Aufstieg zum „Dettinger Hörnle“ (707 m ü. NN) in Angriff. Auf dem gesamten Weg konnten wir die neuen Hinweistafeln lesen und uns sehr gut über die Natur, die Gesteinsschichten der Schwäbischen Alb, Höhlen, Geschichte und Kultur auf diesem Weg informieren.

Ein etwas steiler Abstieg zum „Sattelbogen“ auf 600 m ü. NN mit dem Soldatengrab, wo wir kurz anhielten, folgte ein erneuter Anstieg zum „Jusi“ (673 m ü. NN). Auf dem Jusi genossen wir die sich uns bietende, wirklich grandiose fast 180-Grad-Aussicht. Nun folgte der Abstieg zum Parkplatz „Raupental“ bei Kappishäusern (483 m ü. NN). Weiterweg durch Blumenwiesen und den Florianwald zum Fuß des „Florian“. Hier wurden wir von Mitgliedern der Ortsgruppe Metzingen mit ihrem Vorsitzenden Dietmar Bez erwartet und sehr freundlich empfangen, sowie gleich mit Getränken und Brezeln überrascht und versorgt. Etwas verschnauft und gestärkt nahmen wir den Aufstieg zum Florian. Dort oben informierte uns der Vorsitzende der Ortsgruppe Metzingen über die Geologie, die Aussicht und über die Naturschutzpflegearbeiten der Ortsgruppen Metzingen, Kohlberg und Grafenberg auf diesem Berg, sowie die Landschaftspflege durch die Beweidung mit Ziegen.

Beim Abstieg überquerten wir den neu angelegten Stauferbachsteg und wanderten über den Falkenberg zum Metzinger Weinberg. Auch dort bot sich nochmals eine sehr schöne Aussicht, diesmal hinauf ins Ermstal nach Dettingen, zur Achalm nach Reutlingen, in Richtung Tübingen und den Schönbuch. Bald darauf erreichten wir nach ca. 24 km den Bahnhof in Metzingen. Dort verabschiedeten wir die Mitwanderer dieses Tages und suchten unser Hotel für die nächste Nacht auf. Zum Abendessen wurden wir von einigen Metzinger Wanderfreunden in die Gasttätte „Reblaus“ begleitet. Dabei entwickelten sich sehr schöne, interessante und entspannte Gespräche.

 

30. Mai – 3. Wandertag

Pünktlich um 9.30 Uhr wurden wir im Metzinger Rathaus vom 1. Bürgermeister Dietmar Bez empfangen, der uns über die Stadt Metzingen informierte. Mit frischen Brezeln, Hefekranz, Kaffee und weiteren frischen Getränken konnten wir uns für die letzte Etappe stärken. Auch ein Vertreter der örtlichen Presse erwartete uns. Nach einem kleinen Interview und Gruppenfoto der Wimpelwandergruppe vor dem Metzinger Rathaus wanderten wir mit unserem Metzinger Wanderführer Hans Bader los. Durch einen Teil des Outletzentrums kamen wir bald aus der Stadt heraus. Vorbei am Auchtertfriedhof, hinauf durch den „Äußeren Wald“, das „Rangenbergle“ wurde die Ortsgrenze von Eningen (520 m ü. NN) erreicht.

Unser letzter Anstieg zur „Achalm“ (707 m ü. NN) kostete nochmals einige Schweißtropfen. Auf der Achalm wurden wir von Ursula Rauscher, der Gauwanderwartin des Lichtensteingaues und einigen Wanderfreundinnen empfangen. Dort gab’s Apfelsaft und Mineralwasser, sowie, wer wollte, ein Gipfelschnäpsle. Die Metzinger und Reutlinger Wanderfreunde verabschiedeten sich. Wir stiegen noch auf den Aussichtsturm, genossen die schöne, sich uns bietende Rundumsicht. Dann folgte der Abstieg nach Reutlingen zum Burgplatz, wo wir nochmals eine kleine Pause zum Eisessen einlegten. Durch die Obere Wilhelmstraße, über den Marktplatz und die Kathrinenstraße, mit unserem Landesfestwimpel an der Spitze, erreichten wir unser Tages- und Wanderziel beim Tübinger Tor.

Von Präsident Dr. Rauchfuß, dem Vorstand und dem Hauptausschuss des Schwäbischen Albvereins, sowie dem 1. Bürgermeister der Stadt Reutlingen wurde uns ein herzlicher Empfang bereitet.

Fazit:

Es war wiederum eine vom Wetter so sehr begünstigte Landesfest-Wimpelwanderung bei angenehmen Temperaturen. Die Zahl der teilnehmenden Mitwanderer, vor allem bei den einzelnen Tagesetappen wächst stetig.

Das Besondere in diesem Jahr war die Wanderetappe auf dem gesamten „Gustav-Ströhmfeld-Weg“ am Himmelfahrtstag. Eine sehr abwechslungsreiche, durch die vielen Informationstafeln auch außerordentlich informative und interessante, im „Biosphärengebiet Schwäbische Alb“ gelegene Strecke, mit Auf- und Abstiegen durch Natur- und Landschaftsschutzgebiete, sowie schönen Ausblicken bot sich uns.

So haben wir wieder ein Stück Heimat gemeinsam erwandert und erlebt. Einige unserer Mitwanderer lernten dabei einen für sie neuen, interessanten Teil unserer Schwäbischen Alb kennen.

 

Interessant waren wiederum die Veränderung der Landschaft und die vielfältige Natur vom Neckartal aufwärts, über die Mittlere Schwäbische Alb und ins Albvorland nach Reutlingen zu erleben. Dabei konnte man ein Ziel des Biosphärengebiets, nämlich Landschaft, Streuobstwiesen und die darin wohnenden und arbeitenden Menschen ganz intensiv erfassen und erleben. Absolut ein Gewinn für uns alle.

Wir dürfen uns jetzt schon auf die 5. Landesfest-Wimpelwanderung Anfang Mai im nächsten Jahr freuen. Dann wollen wir gemeinsam von Reutlingen über die Alb und das Laucherttal hinab nach Sigmaringen wandern. Schon heute eine herzliche Einladung dazu. Besonders an die, an unserer Wanderroute liegenden Ortsgruppen sich zahlreich, z. B. bei Tagesetappen, zu beteiligen.

Eugen Kramer