Albvereinler wanderten auf den Höhen von Bad Urach

IMG_2032a IMG_2035a IMG_2038a IMG_2045a IMG_2050a IMG_2053a IMG_2059aEin mit Schnee vermischte Schauer konnte die Wanderfreudigen des Schwäbischen Albvereins Bad Urach von der Wanderung auf den Höhen von Bad Urach nicht abhalten.

 

 

Bad Urach. Bei einem mit Schnee vermischtem Regenschauer starteten kürzlich 28 Albvereinler der Ortsgruppe Bad Urach zu einer Halbtageswanderung auf den Höhen von Bad Urach. In der Gruppe befanden sich Gäste aus Metzingen, Pliezhausen und Böhringen sowie ein junge Familie mit ihrem erst wenige Monate alten Nachwuchs im Tragesack. Die Tour begann an der Festhalle in der Neuffener Straße und führte in die Mauchentalstraße. Von dort aus ging es auf einem Albvereinsweg mit kräftigem und serpentinenreichen Anstieg aufwärts zum Bergsporn des Egis.

Auf der Höhe angekommen ließen die Schauer nach und man erreichte gleich das erste mit einer Abschrankung versehene Höllenloch. Während einer kurzen Rast erfuhr man einiges Wissenswertes über die geologische Entstehung. Im weiteren Verlauf kam man an große senkrechte Spalten vorbei, die bis zu 10 Meter tief und über 8 Meter breit sind. Die Spalten sind Randklüfte in Richtung des Bergtraufes, die durch das zeitlupenartige Abgleiten der Felskante entstanden sind. Sie bereiten einen Felssturz vor, wie er bei den benachbarten Nägelesfelsen schon gleich nach der Eiszeit entstanden ist. Da diese Spalten innerhalb der Kernzone des heutigen Biosphärengebietes Schwäbische Alb liegen, ist ein durchwandern nicht mehr erlaubt.

Auf dem gesamten Albtraufweg konnte man immer wieder schöne Ausblicke ins Ermstal und seinen umliegenden Tälern genießen. Vom Aussichtspunkt Nägelesfelsen bot sich eine schöne Aussicht zur Burgruine Hohen Urach, in das Maisental bis zum Gestütshof Güterstein und den Rutschenfelsen. Das Waldgebiet um den Nägelesfelsen ist ein Bannwald, der im Jahre 1920 entstanden ist, aber erst 1937 offiziell als Naturschtzgebiet ausgewiesen wurde. Heute befindet er sich innerhalb der Kernzone des Biosphärengebietes, in der jegliche Bewirtschaftung eingestellt wurde und das Betreten untersagt ist. In Kernzonen entstehen, wie – auch in Bannwäldern – die Urwälder von morgen.

Am Ende des Traufweges erreichte man das Buckleter Kapf. Dort bot sich eine schöne Aussicht in das Ermstal mit den Orten Dettingen und Metzingen sowie dem Neckartal bis hin zu den Höhen des Schwarzwaldes. Obwohl ein Teil des darunterliegenden Waldes schon in die Kernzone des Biosphärengebietes ragt, hat man die freie Aussicht den Naturschutzbemühungen zur Erhaltung des selten gewordenen Bergkronwicken-Widderchen, ein seltener Falter, zu verdanken.

Der Rückweg erfolgte in der Bergflanke zunächst auf einem schmalen Pfad, im weiteren Verlauf auf einem breiten Holzabfuhrweg über Felsenhau und Eichhalde ins Stadtgebiet. In der Geröllhalde unterhalb des Nägelesfelsen gab es große Ansammlungen der mit grünen Blüten auffallenden stinkenden Nißwurz zusehen. Der Weg führte vorbei am Samuelstein. Hierbei handelte sich vermutlich um eine Ruhebank, auf der die Bewohner der Alb auf ihrem Heimweg ihr Gepäck absetzten um sich auszuruhen.

Der letzte Abschnitt führte auf dem Hirschseeweg an der Großbaustelle des Elsach Centers vorbei, wo es noch einiges zu bestaunen gab. Den Abschluß bildete die Einkehr im Cafe Buck, wo man die gelungene Nachmittagswanderung bei einem gemütlichem Beisammensein ausklingen ließ.

 

Christian Kreitz