4. Landesfestwimpelwanderung von Plochingen nach Reutlingen vom 28. Mai bis 30. Mai 2014

Am Morgen des 28. Mai brachen wir in Plochingen zu unserer nun schon traditionellen „Landesfest-Wimpelwanderung“ auf.

Verabschiedet wurden wir nach einen kleinen Empfang im Alten Rathaus von Plochingen von Herrn Bürgermeister Frank Buß, Frau Rauchfuß und Frau Schäfer von der Hauptgeschäftsstelle mit den besten Wünschen für die Wanderung und eine gesunde Ankunft in Reutlingen.

18 Mitwanderer machten sich zur ersten Etappe nach Neuffen auf.

Zuerst ging es mit unseren Wanderführern Erich Haas und Dieter Weiss am Neckar entlang, vorbei an den Wernauer Seen nach Wendlingen. Auf der alten und historischen Ulrichbrücke wurde der Wimpel offiziell von Gauobmann Ulrich Hempel an den Gauobmann Erich Haas übergeben, da wir die Gaugrenzen des Esslinger Gaues und des Teck-Neuffen-Gaues erreicht hatten.

Durch Wendlingen hindurch, über eine Autobahnbrücke der A 8 steuerten wir das Wanderheim der Ortsgruppe Oberboihingen an. Dort wartete bereits das Ehepaar Haussmann auf die Wimpelgruppe. Der Durst und der kleine Hunger wurden gestillt. Vor dem Aufbruch sangen wir zur Gitarrenbegleitung von Frau Haussmann drei Wanderlieder.

Von Oberboihingen über wunderschöne Blumenwiesen kamen wir wieder an den Neckar, dem wir stromaufwärts entlang nach Nürtingen folgten. Vorbei am Bahnhof ging’s durch die Stadt in Richtung Tiefenbachtal. Außerhalb von Nürtingen hatten wir eine längere Pause verdient. Außerdem wartete eine Dame von der Nürtinger Zeitung auf uns, der wir bereitwillig zu einem Interview und einem Bild für die Presse zur Verfügung standen.

 

Nachdem Hunger und Durst gestillt waren, wanderten wir auf schönen breiten Holzabfuhrwegen etwas bergauf in Richtung Beuren. Auf einmal sahen wir den „Hohen-Neuffen“ und die Albkette wieder vor uns. Eine kurze Trinkpause ließ uns diese Eindrücke genießen. Inzwischen war es wärmer geworden. Wir kamen aus dem Wald. Durch wunderschöne Streuobstwiesen zu wandern machte richtig Spaß. Vor Beuren wartete unser Begleitfahrzeug mit unserem Fahrer Werner Schrade, der bereit war, auch einen Mitwanderer ein Stück im Auto mitzunehmen. Inzwischen hatten wir 27 km zurückgelegt. Noch war das Etappenziel nicht erreicht. So ging es weiter durch Beuren, am Waldrand entlang, zuletzt durch den Wald nach Neuffen und zum Bahnhof. Dort verabschiedeten sich einige Mitwanderer dieser ersten Tagesetappe nach 32,5 km Wanderstrecke. Sieben Wanderer suchten danach unser Hotel Garni auf und machten sich frisch. Nun hatten wir uns ein gutes und gemütliches Abendessen verdient.

29. Mai – Christi Himmelfahrt – 2. Wandertag

Nach einem kräftigen Frühstück im Hotel brachen wir auf zum Bahnhof in Neuffen. Dort war der Treffpunkt für die Wandergruppe vereinbart. An diesem Wandertag, der uns auf den „Gustav-Ströhmfeld-Weg“ führen sollte, gesellten sich einige neue Mitwanderer für diesen Tag zu uns. Die neue Wegführung und Ausgestaltung des erst kürzlich zertifizierten Qualitätswanderweges „Gustav-Ströhmfeld-Weg“ interessierte uns alle. Bei Sonnenschin und angenehmen Temperaturen machten wir uns mit unserem Wanderführer Erich Haas zur zweiten Etappe auf.

Der Anstieg zum Hohen-Neuffen war teilweise steil und durchaus schweißtreibend. Wir kamen dabei durch das Naturschutzgebiet „Neuffener Heide“ und konnten Orchideen und weitere seltene Pflanzen und Blumen dabei bewundern, was eine willkommene kleine Pause ermöglichte. Auf zum Teil breiten Wegen wurde bald die Burgruine „Hohen-Neuffen“ (743 m ü.NN) erreicht. Am Eingang konnten wir eine, erst wenige Tage vorher aufgestellte und eingeweihte „Staufersäule“ bewundern.

Der Rundgang auf der Burg bot uns eine ganz wunderbare Aussicht in die nähere und weitere Umgebung, wie die Burg Teck, die drei Kaiserberge, in den Stuttgarter und Tübinger Raum, teilweise weit darüber hinaus.

Es folgte eine wunderschöne Randwanderung über „Bauerloch“, „Barnberg“, „Kniebrech“ zum „Seizen- und Deckelesfelsen“ (722 m ü. NN); entlang des „Kienbeins“ bis zur „Karlslinde“ und Abstieg zum „Schillingskreuz“ (657 m ü NN), wo wir unsere Mittags- und Vesperpause einlegten. Frisch gestärkt nahmen wir den Aufstieg zum „Dettinger Hörnle“ (707 m ü. NN) in Angriff. Auf dem gesamten Weg konnten wir die neuen Hinweistafeln lesen und uns sehr gut über die Natur, die Gesteinsschichten der Schwäbischen Alb, Höhlen, Geschichte und Kultur auf diesem Weg informieren.

Ein etwas steiler Abstieg zum „Sattelbogen“ auf 600 m ü. NN mit dem Soldatengrab, wo wir kurz anhielten, folgte ein erneuter Anstieg zum „Jusi“ (673 m ü. NN). Auf dem Jusi genossen wir die sich uns bietende, wirklich grandiose fast 180-Grad-Aussicht. Nun folgte der Abstieg zum Parkplatz „Raupental“ bei Kappishäusern (483 m ü. NN). Weiterweg durch Blumenwiesen und den Florianwald zum Fuß des „Florian“. Hier wurden wir von Mitgliedern der Ortsgruppe Metzingen mit ihrem Vorsitzenden Dietmar Bez erwartet und sehr freundlich empfangen, sowie gleich mit Getränken und Brezeln überrascht und versorgt. Etwas verschnauft und gestärkt nahmen wir den Aufstieg zum Florian. Dort oben informierte uns der Vorsitzende der Ortsgruppe Metzingen über die Geologie, die Aussicht und über die Naturschutzpflegearbeiten der Ortsgruppen Metzingen, Kohlberg und Grafenberg auf diesem Berg, sowie die Landschaftspflege durch die Beweidung mit Ziegen.

Beim Abstieg überquerten wir den neu angelegten Stauferbachsteg und wanderten über den Falkenberg zum Metzinger Weinberg. Auch dort bot sich nochmals eine sehr schöne Aussicht, diesmal hinauf ins Ermstal nach Dettingen, zur Achalm nach Reutlingen, in Richtung Tübingen und den Schönbuch. Bald darauf erreichten wir nach ca. 24 km den Bahnhof in Metzingen. Dort verabschiedeten wir die Mitwanderer dieses Tages und suchten unser Hotel für die nächste Nacht auf. Zum Abendessen wurden wir von einigen Metzinger Wanderfreunden in die Gasttätte „Reblaus“ begleitet. Dabei entwickelten sich sehr schöne, interessante und entspannte Gespräche.

 

30. Mai – 3. Wandertag

Pünktlich um 9.30 Uhr wurden wir im Metzinger Rathaus vom 1. Bürgermeister Dietmar Bez empfangen, der uns über die Stadt Metzingen informierte. Mit frischen Brezeln, Hefekranz, Kaffee und weiteren frischen Getränken konnten wir uns für die letzte Etappe stärken. Auch ein Vertreter der örtlichen Presse erwartete uns. Nach einem kleinen Interview und Gruppenfoto der Wimpelwandergruppe vor dem Metzinger Rathaus wanderten wir mit unserem Metzinger Wanderführer Hans Bader los. Durch einen Teil des Outletzentrums kamen wir bald aus der Stadt heraus. Vorbei am Auchtertfriedhof, hinauf durch den „Äußeren Wald“, das „Rangenbergle“ wurde die Ortsgrenze von Eningen (520 m ü. NN) erreicht.

Unser letzter Anstieg zur „Achalm“ (707 m ü. NN) kostete nochmals einige Schweißtropfen. Auf der Achalm wurden wir von Ursula Rauscher, der Gauwanderwartin des Lichtensteingaues und einigen Wanderfreundinnen empfangen. Dort gab’s Apfelsaft und Mineralwasser, sowie, wer wollte, ein Gipfelschnäpsle. Die Metzinger und Reutlinger Wanderfreunde verabschiedeten sich. Wir stiegen noch auf den Aussichtsturm, genossen die schöne, sich uns bietende Rundumsicht. Dann folgte der Abstieg nach Reutlingen zum Burgplatz, wo wir nochmals eine kleine Pause zum Eisessen einlegten. Durch die Obere Wilhelmstraße, über den Marktplatz und die Kathrinenstraße, mit unserem Landesfestwimpel an der Spitze, erreichten wir unser Tages- und Wanderziel beim Tübinger Tor.

Von Präsident Dr. Rauchfuß, dem Vorstand und dem Hauptausschuss des Schwäbischen Albvereins, sowie dem 1. Bürgermeister der Stadt Reutlingen wurde uns ein herzlicher Empfang bereitet.

Fazit:

Es war wiederum eine vom Wetter so sehr begünstigte Landesfest-Wimpelwanderung bei angenehmen Temperaturen. Die Zahl der teilnehmenden Mitwanderer, vor allem bei den einzelnen Tagesetappen wächst stetig.

Das Besondere in diesem Jahr war die Wanderetappe auf dem gesamten „Gustav-Ströhmfeld-Weg“ am Himmelfahrtstag. Eine sehr abwechslungsreiche, durch die vielen Informationstafeln auch außerordentlich informative und interessante, im „Biosphärengebiet Schwäbische Alb“ gelegene Strecke, mit Auf- und Abstiegen durch Natur- und Landschaftsschutzgebiete, sowie schönen Ausblicken bot sich uns.

So haben wir wieder ein Stück Heimat gemeinsam erwandert und erlebt. Einige unserer Mitwanderer lernten dabei einen für sie neuen, interessanten Teil unserer Schwäbischen Alb kennen.

 

Interessant waren wiederum die Veränderung der Landschaft und die vielfältige Natur vom Neckartal aufwärts, über die Mittlere Schwäbische Alb und ins Albvorland nach Reutlingen zu erleben. Dabei konnte man ein Ziel des Biosphärengebiets, nämlich Landschaft, Streuobstwiesen und die darin wohnenden und arbeitenden Menschen ganz intensiv erfassen und erleben. Absolut ein Gewinn für uns alle.

Wir dürfen uns jetzt schon auf die 5. Landesfest-Wimpelwanderung Anfang Mai im nächsten Jahr freuen. Dann wollen wir gemeinsam von Reutlingen über die Alb und das Laucherttal hinab nach Sigmaringen wandern. Schon heute eine herzliche Einladung dazu. Besonders an die, an unserer Wanderroute liegenden Ortsgruppen sich zahlreich, z. B. bei Tagesetappen, zu beteiligen.

Eugen Kramer

 

Rückblick: Wanderung auf der Ostalb

Kürzlich machten sich 17 mutige Wanderer auf den Weg zum Messelberg oberhalb von Donzdorf. Die Wettervorhersage war nicht einladend, aber der Wettergott meinte es gut mit der Gruppe, denn es ha nur kurzzeitig genieselt. Die Teilnehmer teilten sich in zwei Gruppen auf; der größere Teil erweiterte die Tour über den Messelstein und den Messelhof, während die kleinere Gruppe direkt die Randwanderung zur Kuchalb aufnahm. Vom Messelstein hatte man einen herrlichen Ausblick auf die Kaiserberge, das kleine Lautertal und das Kalte Feld. Treffpunkt war die Kuchalb, wo eine kleine Mittagspasue im urigen Lokal bei „Mutter Franzl“ eingelegt wurde. Weiter ging es über die Meierhalde – ein Aussichtspunkt, der vom Schäb. Albverein Donzdorf gepflegt wird –zum Hohenstein. An beiden Orten hatte man eine tolle Aussicht auf das Filstal, den Albtrauf mit Grünenberg, Wasserber, Fuchseck und Teck; sogar den Fernsehturm bei Stuttgart konnte man ausmachen. Für den Abstieg nach Kuchen wurde die etwas längere, aber bequemere Variante gewählt. Wohlbehalten und zufrieden kamen alle Teilnehmer in Kuchen an, wo man in der „Alten Post“ gemütlich zusammensaß.

 

Tageswanderung im Roggental und Magentäle

Die Ortsgruppe des Schwäbischen Albvereins Bad Urach bietet am Sonntag, den 27. Juli 2014 eine Tageswanderung in das Roggental und Magentäle an. Der Omnibus fährt bis nach Eybach bei Geislingen. Von dort aus geht es zunächst ein Stück durch das Roggental, weiter ansteigend durch das urwaldartige Magentäle auf die Albhochfläche. An der DAV-Hütte der Sektion Brenztal ist eine Rast vorgesehen. Von Steinenkirch führt der Weg über die Ruine Ravenstein, dann talabwärts vorbei am Mordloch zur Oberen Roggenmühle, einem weithin bekanntem Ausflugslokal mit eigenen Forellenteichen. Dort findet die Einkehr statt. Für den Rückweg werden zwei Varianten angeboten. Entweder geht man über einen etwas sportlicheren Anstieg oder direkt talabwärts zurück nach Eybach. Es besteht auch die Möglichkeit einer Abholung direkt von der Roggenmühle.

Die gesamte Wanderstrecke beträgt ungefähr 14 km. Die reine Gehzeit wird 5 Stunden betragen. Auf- und Abstiege ca. 340 Meter. Rucksackvesper und gutes Schuhwerk sowie Wanderstöcke sind empfehlenswert. Gäste sind wie immer willkommen. Abfahrt ist um 8:30 Uhr am Omnibusbahnhof in Bad Urach.

Weitere Zusteigemöglichkeiten bestehen um 8:25 Uhr am E-Werk und 8:35 Uhr beim Café „Beck“ in der Braike. Die Rückkehr wird voraussichtlich gegen 19:30 Uhr sein.

Anmeldung beim Reisebüro Birkmaier, Bad Urach, unter Bezahlung der Fahrtkosten von € 15,–. Weitere Auskünfte erteilt

Wanderführer Christian Kreitz, Tel. 07125/3157.

Karte 27.02