Rückblick: Durchs wildromantische Magentäle

 

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Albverein wanderte auf der Ostalb

Bad Urach. Unbeeindruckt von der unbeständigen Wettervorhersage machten sich am letzten Sonntag im Juli eine kleine Gruppe mit elf gut gelaunten Wanderern der Ortsgruppe Bad Urach auf den Weg zu einer Tageswanderung in die Ostalb.

Fahrziel war der zu Geislingen an der Steige gehörende Teilort Eybach. Startpunkt war die katholische Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt, in die man wegen eines Gottesdienstes nur eben im Vorbeigehen einen kurzen Blick hinein werfen konnte. Beeindruckend war das an der östlichen Außenmauer angebrachte überdimensionale Christophorus-Fresko. Der Weg führte zunächst ein Stück mit leichtem Anstieg durch das Roggental. An der „Unteren Roggenmühle“ zweigte der Weg ab und führte durch das urige und wildromantisch wirkende Magentäle bergan auf die Hochfläche. Wegen der zurückliegenden Regenfälle war auf den etwas rutschigen Wegen Achtsamkeit geboten. Das Magentäle ist eine Felsenschlucht, die seit 1978 als Naturschutzgebiet ausgewiesen ist und seit vielen Jahren nicht mehr forstwirtschaftlich genutzt wird. Unterwegs blieb man immer wieder stehen um die naturbelassenen Hänge mit seinen beeindruckenden Felsen zu bewundern.

An der DAV-Hütte der Sektion Brenztal angekommen gab es eine kleine Rast im Freien, bei der man für den weiteren Weg wieder frische Energie tankte. Über Steinenkirch ging es weiter zu der ehemaligen Burg Ravenstein, deren Existenz nur noch mit abstrakter Vorstellung erahnt werden konnte. Zwei tief in den Fels gehauene sichelförmig angelegte Halsgräben, boten Schutz gegen Angreifer von der Albhochfläche. Viereckig angelegte Vertiefungen deuten auf Kellerräume hin. Nach dem Abstieg in das Roggental kam man zu einem ebenerdigen Höhleneingang, dem Mordloch, eine auf 4.382 m erforschte Klufthöhle. Sie ist die drittlängste Höhle auf der Schwäbischen Alb. Der Name der Höhle geht auf eine lokale Sage zurück, nach der vor einigen hundert Jahren ein Wilderer den Eybacher Schlossförster ermordet und dann in der Höhle versteckt haben soll.

In die „Obere Roggenmühle“, ein weithin bekanntes Ausflugslokal mit eigener Forellenzucht, kehrte man zu einer ausgiebigen Mittagsrast ein. Kaum dort angekommen setzte ein heftiger Gewitterschauer ein. Manch einer genoß die angebotenen Spezialitäten mit fangfrischen Forellen. Nach der Stärkung ging es auf leicht fallenden Wegen meist ohne Regen zurück nach Eybach, von wo aus man nach einer zurückgelegten Wanderstrecke von etwa 14 km wieder die Rückfahrt antrat. Nach einem schönen und eindrucksvollen Tag erreichte man wohlbehalten und zufrieden die heimischen Gefilde.

 

Christian Kreitz