Rückblick: Von der Limburg nach Häringen

 

 

Eigentlich war für den Tag ein hohes Regenrisiko vorausgesagt, so daß jeder schon im Vorfeld glaubte, hoffentlich wird man nicht allzusehr naß. Die Wirklichkeit war dann doch eine andere. So fuhren 19 gutgelaunte Wanderer bei herrlich blauen Himmel und strahlendem Sonnenschein zum Ausgangspunkt der Wanderung, nach Weilheim an der Teck. Von dort aus ging es zunächst mit mäßigem, dann mit etwas kräftigerem Anstieg auf die Limburg, dem Hausberg der Weilheimer. Immer wieder hat man während des Aufstieges kurz gehalten um die herrliche Aussicht zu genießen. Oben angekommen wurde man für die Mühen des Aufstieges mit einer wunderbaren Rundumsicht belohnt. So konnte man in Nordrichtung weit bis in die Stuttgarter Region, den Höhen des Schurwaldes und des Welzheimer Waldes sowie dem Albtrauf mit Boßler, Randecker Maar und Burg Teck sehen. Markante Punkte, wie die Schonsteine von Altbach und die Autobahn A8 mit der parallel verlaufenden Neubaustrecke Wendlingen – Ulm waren ebenfalls gut auszumachen.

Die Limburg ist erdgeschichtlich ein Zeuge des schwäbischen Vulkanismus. Es handelt sich hierbei um einen stehengebliebenen „Pfropfen“ eines ehemaligen Vulkanschlotes. Die auf dem Berggipfel befindlichen Kalksteinblöcke sind noch Überreste aus dieser Zeit vor rund 17 Millionen Jahren.

Auf der Limburg errichtete um 1050 der seinerzeit bedeutende Graf Berthold I eine Burg. Nachdem sein Sohn Berthold II den Herrschaftsmittelpunkt in den Breisgau auf die Burg Zähringen bei Freiburg verlegt hatte, nannte sich das Geschlecht nach dieser Burg „Die Zähringer“. Zwölf Städte in Deutschland und der Schweiz, die auf die Gründung und einflußreiche Siedlungspolitik der Zähringer zurückgehen, haben sich zum „Bund der Zähringerstädte“ zusammengeschlossen. 1990 wurde Weilheim ebenfalls in den Bund aufgenommen. Auch wenn Weilheim keine eigentliche Gründung der Zähringer ist, so stand hier im 11. Jahrhundert deren Stammsitz auf der Limburg.

Der Abstieg erfolgte in südlicher Richtung und führte durch ein kleines Weinanbaugebiet. Anhand der Beschilderung erfuhr man welche Rebsorten dort angebaut werden. Ein großer Teil der Trauben wird in der Weingärtnergenossenschaft Hohenneuffen-Teck eG gekeltert und als Tälesweine vermarktet.

Der Weg führte weiter durch die Streuobstwiesen, die bereits größtenteils in voller Blüte standen und herrlich dufteten, über den Bergrücken Braunfirst nach Hepsisau. In den umliegenden Streuobstwiesen befindet sich das größte zusammenhängende Kirschenanbaugebiet Süddeutschlands. Kurz vor Hepsisau genoß man die Mittagsrast unter blühenden Obstbäumen.

Nachdem man in Hepsisau den Zipfelbach, den Abfluß des Randecker Maars überquert hatte, ging es weiter vorbei an Steuobstwiesen in Richtung Neidlingen. Ein auf dem dortigen Sportplatz stattfindendes Fußballspiel nutzte man zu einer kurzen Trinkpause bevor der letzte Anstieg über den Pfundhardthof nach Häringen erfolgte. Nach dem gemütlichen Ausklang im dortigen Landgasthof fuhr man zurück in die heimischen Gefilde. Wohlbehalten, mit vielen schönen Eindrücken und von der Sonne verwöhnt kam man wieder zu Haus an. Alle waren sich einig, es war wieder ein rundum gelungener Tag.