Jubiläumswanderung von Fellbach über den Kappelberg nach Esslingen

Albvereinler wanderten im nordwestlichen Schurwald

 

Kürzlich führte die Ortsgruppe des Schwäbischen Albvereins Bad Urach anläßlich ihres 125 jährigen Bestehen eine Jubiläumswanderung durch. Hierzu wurde eine mit öffentlichen Verkehrsmitteln durchführbare Streckenwanderung ausgewählt.

Erst mit dem Zug, dann mit der Stadtbahn fuhren 20 Wanderlustige bei schönstem Sonnenschein und warmen Temperaturen zum Ausgangspunkt nach Fellbach. Dort gesellten sich aus dem Bekanntenkreis noch drei weitere Teilnehmer und ein Hund dazu. Nach einem kurzen Rundgang um die Lutherkirche, dem Wahrzeichen von Fellbach, ging es weiter in Richtung Ortsausgang. Vorbei an der neuen Kelter führte ein kräftiger Anstieg ein Stück durch die Weinberge bis zur ersten Aussicht am Restaurant Waldschlössle. Von dort aus hatte man einen wunderbaren Ausblick über Fellbach, nördlich davon das Schmidener Feld und Waiblingen. In Richtung Osten in das Remstal bis hin zu den waldbedeckten Ausläufern des Schwäbisch-Fränkischen Waldes. Ein Stück weiter oben auf einer vorgelagerten Hochebene hatte man eine weitreichende Aussicht in das Neckartal bis nach Stuttgart und den Frauenkopf mit dem Fernsehturm. Im Vordergrund sah man die eigens für die Daimler- und Bosch-Mitarbeiter gebaute Gartenstadt Luginsland. An einer weiteren Stelle hatte man die Grabkapelle auf dem Württemberg und den Rand der Filderebene im Blickfeld. Über die Fildern hinweg begrenzte die blaue Mauer der Schwäbischen Alb, die etwas im Dunst lag, die Fernsicht.

Der weitere Weg führte über den Spielplatz Ebene, dem höchsten Punkt des Kappelberges, vorbei an einer im Wald versteckten Waldbühne. Auf dem großen Freizeitgelände Egelseer Heide mit seinen drei Grillstellen fand die Mittagsrast statt. Immer wieder erzürnten sich die Gemüter über den Müllvandalismus auf den Spiel- und Grillplätzen. An der Katharinenlinde, dem Ort einer sagenumwobenen heidnischen Opferstätte, wurde eine Trinkpause eingelegt. Einige nutzten die Gelegenheit den Albvereinsturm zu besteigen um von dem 17 m hohen Turm die herrliche Aussicht noch mal zu genießen. Ab der Katharinenlinde ging der Weg mit mäßigem Gefälle in Richtung Esslingen. Unterwegs kam man an dem 1921 errichteten Gedenkstein für Dr. Valentin Salzmann und Ernst Camerer vorbei. Dr. Salzmann war Gründer und erster Vorsitzender des Schwäbischen Albvereins, Camerer sein Nachfolger.

Die LAZI Akademie für Film Foto und Medien Design sowie das Schlößchen Serach waren weitere erwähnenswerte Einrichtungen. Durch eine schöne schmale alte Gasse mit bunten Fachwerkhäusern gelangte man in die Innenstadt von Esslingen. Dort fand in dem Biergarten des ältesten Gasthauses, dem Palmschen Bau die Abschlußeinkehr statt bevor es mit dem Zug wieder nach Hause ging. Es war wieder ein schöner Tag,

abwechslungsreich und mit vielen schönen Aussichten garniert.