Ermsgauwanderweg Teil 4

Die Ortsgruppe des Schwäbischen Albvereins Bad Urach beteiligt sich am Sonntag, den 23. April 2017 an der Wanderung auf dem Ermsgauwanderweg Teil 4. Es handelt sich hier um eine Streckenwanderung, die in Böhringen beginnt, über den Römerstein, Donnstetten und den Grabfeldern Nähe Salzwinkel nach Zainingen geht, mit der Zusatzrunde zum Aussichtsturm Waldgreut im ehemaligen Truppenübungsplatz. Die gesamte Wanderstrecke beträgt ca. 16 km, die reine Wanderzeit ca. 5 Stunden. Eine Abkürzung ist möglich.

Zur Bildung von Fahrgemeinschaften trifft man sich um 9:00 Uhr an der Festhalle in Bad Urach. Von dort aus fährt man gemeinsam nach Zainingen und stellt dort das Fahrzeug ab. Mit einem eigens eingerichteten kostenlosen Bustransfer fährt man zur Turn- und Festhalle nach Böhringen. Dort beginnt die Wanderung um 10:00 Uhr. Rucksackvesper sollte jeder selbst mitnehmen. Zur Mittagspause werden Getränke bereitgestellt, so dass diese nicht mitgetragen werden müssen. Wetterangepasste Wanderausrüstung ist notwendig, auch Wanderstöcke sind empfehlenswert. Gäste sind wie immer willkommen. Weitere Auskünfte bei Christian Kreitz, Tel. 07125/3157.

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Rückblick: Mitgliederversammlung mit Wahlen 2017

Vor einiger Zeit fand die jährliche Mitgliederversammlung der Bad Uracher Albvereinsortsgruppe mit Satzungsänderung und den turnusgemäßen Wahlen statt.

Eugen Kramer, der Vorsitzende der Ortsgruppe berichtete ausführlich über die Veranstaltungen, die Wanderungen, jedoch auch über Probleme des Naturschutzes und der Wanderwege. Sein ausführlich erläuterter Kassenbericht wurde von der Versammlung dankbar entgegengenommen. Die von Dr. Walter Buck beantragte und vorgenommene Entlastung des Vorstands und des Schatzmeisters war dann nur noch eine Formsache.

Nun folge die ausführliche Erläuterung der neuen, bzw. überarbeiteten Satzung für die Ortsgruppe. Die einzelnen Punkte konnten über Laptop und Beamer an einer Leinwand mitverfolgt und kommentiert werden. Die Satzung wurde anschließend von der Versammlung mit großer Mehrheit abgesegnet und damit angenommen.  

Dann waren die Wahlen dran. Herr Bürgermeister Elmar Rebmann übernahm in bewährter Form und Weise die Wahlleitung. Der Vorsitzende Eugen Kramer verlas zu Beginn eine persönliche Erklärung und kandidierte, nachdem kein Nachfolger für ihn gefunden werden konnte, sowohl als Vorsitzender, als auch Schatzmeister erneut für eine Wiederwahl unter und mit bestimmten Voraussetzungen. Seine Wahl war einstimmig und wurde dankbar sowie erleichtert aufgenommen. Im Laufe des Jahres soll für die vakanten Posten die Suche weitergehen. Vielleicht zeichnet sich für den Schatzmeisterposten eine Lösung ab. Die Fachwarte für Wandern, Wege, Naturschutz und Internet/Homepage, bzw. die Beisitzer wurden ebenfalls alle einstimmig gewählt und bestätigt.

Man war sich einig, dass die Ortsgruppe Bad Urach weiterhin Bestand haben muss und die in bewährter Weise weitergeführt wird. Bürgermeister Rebmann bedankte sich beim Vorsitzenden für seinen ehrenamtlichen und persönlichen Einsatz für den Albverein, für Wege, Kultur und Tourismus, sowie bei den Ausschussmitgliedern für die geleistete Arbeit während des Jahres und gratulierte allen zu Wiederwahl.
Im Anschluss an den offiziellen Teil gab es noch eine Bilderschau von einer Reise nach Hexham, der Partnerstadt von Metzingen.

Der neu gewählte Ausschuss der Ortsgruppe Bad Urach setzt sich wie folgt zusammen:

Vorsitzender: Eugen Kramer,
stv. Vorsitzender: Bernd Flämig,
Schriftführerin: Ingetraud Leukert-Henke,
Schatzmeister: Eugen Kramer,
Fachwart für Wandern und Homepage: Christian Kreitz,
Fachwarte für Naturschutz: Dr. Walter Buck und Fritz Starzmann,
Fachwarte für Wege: Edmund Buck und Bernd Flämig,
Beisitzerinnen: Hildegard Bock, Margrit Sauter und Ursula Schneider,
Kassenprüfer: Dr. Walter Buck und Margrit Sauter,

28.03.2017
Eugen Kramer

Rückblick: Wanderung im Eselsburger Tal

Zu Gast bei den „Steinernen Jungfrauen“

Das Eselsburger Tal, ein Talabschnitt im Brenztal bei Herbrechtigen, war kürzlich das Ziel der Ortsgruppe des Schwäbischen Albvereins Bad Urach. Wie beliebt dieses Angebot war zeigte sich in einem voll besetzten Reisebus. Entgegen der Wettervorhersage gestaltete sich das Wetter als angenehmes Wanderwetter. Der Regenschirm blieb im Rucksack. Gegen Nachmittag kam sogar die Sonne heraus.

eselsburger-talMit dem Bus fuhr man zum Freizeitbad Jurawell in Herbrechtingen. Von dort aus ging es zunächst über den Höhenzug Buigen, der Name steht für „biegen“, ins Brenztal, wo man eine wunderschöne Aussicht zum Bindsteinfelsen, der Bindsteinmühle und der Domäne Falkenstein hatte. Auf dem Weg nach Anhausen wurde auf bunt bebilderten Tafeln über die Fauna und Flora im Brenztal informiert. Eine Gruppe Schwäne überflogen das Tal als seien sie extra bestellt. Das ehemalige Kloster in Anhausen, das heute nur noch weitgehend als landwirtschaftlich genutztes Anwesen betrieben wird, ließ die einstige Geschichte nur noch erahnen. An den Hangwäldern zeigten sich die Märzenbecher, auch Frühlingsknotenblumen genannt, noch in voller Pracht. An einigen Stellen blühten auch schon die Leberblümchen.

Die Bindsteinhütte bot mit ihren ausreichend überdachten Sitzgelegenheiten eine willkommene Gelegenheit zur ungestörten Mittagsrast. Die Hütte wird von der Bergwacht Herbrechtingen betreut und voraussichtlich am Palmsonntag wieder geöffnet. Flussabwärts informierte eine große Tafel über die Renaturierung der Brenz. An einigen Stellen konnte man die Folgen (Schäden durch Biberverbiss) der zunehmenden Biberansiedlung eindrucksvoll bestaunen. Am Ortsausgang von Eselsburg in Richtung Herbrechtingen wurde in dem Häuschen der ehemaligen Kläranlage ein Biberhaus eingerichtet, in dem man sich anhand eines naturgetreu nachgebauten Biberbaus über das versteckte Leben der Nager informieren konnte.

Im schönsten Talabschnitt mit den hügeligen Wachholderheiden und den übriggebliebenen Schwammstotzen des ehemaligen Jurameeres erreichte man die eindrucksvollen Felsnadeln der „Steinernen Jungfrauen“. Einer Sage nach soll ein unglückliches Burgfräulein ihren beiden Mägden den Flirt mit einem jungen Fischer nicht gegönnt und in ihrem Hass ausrufen haben „Werdet zu Stein! Das ist die Strafe für euren Ungehorsam“. Die Mädchen erstarten auf ihrer Flucht und stehen seitdem als Felsen, dem Wahrzeichen von Herbrechtingen, am Eisweiher.

In dem von der Autobahn abgelegenen Albgasthof in Bernstadt ließ man den Tag bei gemeinsamen Essen ausklingen. Gemessen an den vielen schönen Eindrücken und den vielen lobenden Worten kamen alle wieder wohlbehalten und zufrieden in heimische Regionen an.

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