Rückblick – Ausflug ins Heimatmuseum Mehrstetten

Am vergangenen Sonntag nutzten zahlreiche Interessierte die Gelegenheit zu einem Ausflug in das Heimatmuseum Mehrstetten, um spannende Einblicke in das frühere Alltagsleben zu gewinnen.

Die Gruppe wurde von Siegfried Ziegler fachkundig geführt, der früher als Malermeister nicht nur in Mehrstetten einige Fassaden verschiedener Gebäude mit seiner Malerei kunstvoll verzierte.

Er erläuterte bei der Führung anschaulich, wie und mit welchen Gerätschaften man seinen Alltag bestritt oder in anderen historischen Handwerksberufen wie Schuhmacher oder Korb- und Bürstenmacher seine Aufgaben erledigte. Mit viel Engagement erklärte er zudem alte technische Geräte und setzte einige davon sogar in Bewegung. Viele Teilnehmende erkannten dabei Ausstellungsstücke aus ihrer eigenen Kindheit wieder.

Man trotzte zwar dem Regenwetter und war froh, ein Museumsdach über dem Kopf zu haben – dennoch sorgten die kühlen Albtemperaturen dafür, dass sich schließlich alle nach der gelungenen Führung über ein warmes Plätzchen bei der gemeinsamen Einkehr im alb_fetz freuten.

Ein herzlicher Dank gilt allen Teilnehmenden – wir freuen uns auf das nächste Mal mit Euch!

 

Rückblick – Osterbrotbacken im Hülbener Backhaus

Unter Federführung der Hülbener Ortsgruppe gemeinsam mit Bärbel Wölk und Andrea Richter durften zehn Kinder einen spannenden Nachmittag erleben.

Tatkräftig halfen sie beim Einfetten der Backbleche, Flechten und Verzieren des Teigs sowie bei der Vorbereitung des Kartoffelkuchens mit. Dabei lernten sie auch, dass der „Schießer“ nichts mit Waffen zu tun hat und warum man im Backhaus besser eben doch „hudelt“.

Zwischendurch stärkten sich alle mit dem köstlichen, frisch gebackenen Kartoffelkuchen und selbstgemachtem Apfelsaft. Auch Spiel und Spaß im Freien kamen nicht zu kurz, bis schließlich das Osterbrot fertig war. Einige gerieten zwar etwas dunkel, schmeckten aber umso besser.

Wir freuen uns bereits auf viele Eltern und Kinder bei der nächsten Familienaktion „Frühlingserwachen“ draußen in der Natur am 19. April!

Eure Uracher Familiengruppe

Über den Wölfling zur alten Ulmer Steige

 

Felsen, Schafe, alte Pfade – all das gab es am vergangenen Sonntag für die interessierten Mitwanderer zu sehen.

Nach dem Aufstieg und den schönen Blicken auf das Uracher Tal wurde die Gruppe vom Schäfer beim Schafhaus über die Schafhaltung informiert. Beim Rückweg über die alte Ulmer Steige als ehemals bedeutenden Handelsweg entdeckten wir Schächte und Brunnen, und weitere Schafe konnten wir in der Zittelstatt streicheln. Auch Ziegen, Hühner und Gänse säumten unseren Weg, bis wir uns zum Abschluss zur gemütlichen Einkehr in der Pizzeria einfanden.

Herzlichen Dank an alle Teilnehmenden – ganz besonders Christoph Röhner – und bis bald!

Markungsputzete

 

Danke für Euren aktiven Naturschutzbeitrag!

Trotz des Dauerregens fanden sich acht Freiwillige zusammen, die beim Müllsammeln auf der Wasserfall-Hochwiese und entlang der Treppen am Uracher Wasserfall halfen. Wir führten auch wieder Wegearbeiten aus, indem wir einige Treppen am Wasserfall – soweit möglich und nicht überspült – wieder von Erde und Laub befreiten.

Es kamen zwei Säcke voll Müll zusammen: Unter anderem eine Unterhose und ein paar Schuhe, falls die jemand vermisst bitte beim Albverein melden 😉

Die nassen Kleider haben den Genuss von heißem Bag-in-Box-Kaffee und leckeren Würstchen zum Abschluss beim Bauhof nur wenig schmälern können.

Wir freuen uns schon auf die nächste Aktion mit Euch!

Eure Ortsgruppe Bad Urach mit Wanderführer A. Rapp

 

Mitgliederversammlung: Aktives Jahr und neue Projekte

 

Bei der diesjährigen Mitgliederversammlung begrüßte erstmals die Vorsitzende S. Rapp die anwesenden Mitglieder und leitete die Versammlung.

Im Jahresbericht blickte sie auf ein aktives Vereinsjahr 2025 zurück. Neben zahlreichen Wanderungen und Ausflügen beteiligte sich die Ortsgruppe erstmals am Bad Uracher Stadtstrand und präsentierte dort ihre Arbeit. Ein besonderes Anliegen ist der Aufbau einer Familiengruppe, der durch fachliche Unterstützung durch eine engagierte Familienpädagogin begleitet wird. Neu in den Ausschuss gewählt wurde Maice Reichenecker als Beisitzerin.

Für das Jahr 2026 plant die Ortsgruppe wieder ein vielfältiges Programm mit tollen Wanderungen, Ausflügen, Familienaktionen teilweise auch in Kooperation mit benachbarten Ortsgruppen und Uracher Vereinen.

Ein herzlicher Dank geht an alle engagierten Mitglieder!

Eure Ortsgruppe Bad Urach

Der neue Wanderplan 2026 ist da!

Die Bad Uracher Ortsgruppe blickt auf ein aktives Vereinsjahr zurück und stellt zugleich ihr vielseitiges Programm für 2026 vor.

Im vergangenen Jahr hat sich einiges bewegt: Besonders erfreulich ist die Unterstützung beim Aufbau einer neuen Familiengruppe, mit der gezielt junge Familien angesprochen werden. Der monatliche Treff an jedem ersten Mittwoch um 18:00 Uhr im Alten Oberamt hat sich als fester Bestandteil des Vereinslebens etabliert und bietet Raum für Austausch und Gemeinschaft. Auch die erstmalige Bewirtung am Uracher Stadtstrand war ein voller Erfolg und hat die Ortsgruppe im Stadtleben sichtbar gemacht.

Mit dem nun erschienenen, neu gestalteten Wanderplan 2026 setzen wir diesen Weg fort. Das Programm umfasst abwechslungsreiche Wanderungen, Naturerlebnisse, Familienangebote sowie besondere Aktionen über das gesamte Jahr hinweg. Ziel ist es, Menschen jeden Alters für Bewegung in der Natur und gemeinschaftliche Aktivitäten zu begeistern.

Der Wanderplan liegt ab sofort im Stadtgebiet zur kostenlosen Mitnahme aus. Ausführliche Informationen zu allen Veranstaltungen, Treffpunkten und eventuellen Änderungen sind auf der Homepage der Ortsgruppe Bad Urach des Schwäbischer Albverein abrufbar.

Die Ortsgruppe freut sich auf zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer und ein aktives Wanderjahr 2026!

hier geht es zum Wanderplan

Anpassung der Mitgliedsbeiträge

Steigende Preise – Inflation und sonstige Belastungen machen auch vor dem Albverein nicht halt. Einsparpotentiale und wichtige zukunftsfähige Investitionen wurden in Regionalkonferenzen den Ortsgruppenvorsitzenden vorgestellt. Der Hauptausschuss hat im August dann die notwendige Beitragserhöhung beschlossen.

Der Schwäbische Albverein e. V. ist ein gemeinnützig und anerkannter Naturschutzverband,

Durch Ihre Mitgliedschaft unterstützen Sie die Naturschutzarbeit, die Pflege von aktuell ca. 19.000 km Wegenetz, den Erhalt der Kultur und der Heimat. Wichtig für jedes einzelne Mitglied sind die Versicherungsleistungen bei Veranstaltungen. Die kostenlose Abgabe von Karten als Jahresgaben, die Blätter des Schwäbischen Albvereins und geführte Wanderungen, vergünstigte Übernachtungen in Wanderheimen und freier Eintritt in Albvereinstürmen und vieles mehr.

Zusätzlich gibt es Vergünstigungen bei unseren Partner Outdooractive, Sport Scheck, explorinho…. Ausführliche Informationen zur Beitragserhöhung, zu ihren Vorteilen und zu den Sparmaßnahmen des Gesamtvereines finden Sie in der neuen Ausgabe der Blätter des Schwäbischen Albvereins auf den Seiten 12 und 13.

Wir sind ein Verein! Wir danken Ihnen für ihr Verständnis und freuen uns, wenn wir auch zukünftig gemeinsam auf Tour sind. Miteinander für unseren Schwäbischen Albverein

Schön war´s – Vollmondwanderung

Schön war´s – Vollmondwanderung auf den Hohen Urach

Viele Wanderlustige aus Bad Urach und der Region fanden sich abends zum gemeinsamen Aufstieg der Uracher Ortsgruppe auf den Hohen Urach ein.

Gemeinsam erreichte man zum Sonnenuntergang die Ruine. Der Himmel war wolkenfrei und die wunderschöne Abendröte und der anschließende tolle Vollmondaufgang mit Blick auf die Uracher Innenstadt mit Giebelbeleuchtung waren zum Genießen. Wanderführer Andreas Rapp gab einige Anekdoten zum Mond zum Besten. Beschwingt stieg man in der Dunkelheit bestens mit Lampen ausgestattet wieder hinab.

Wir danken allen herzlich fürs Kommen und freuen uns schon auf die nächste Wanderung mit Euch!

Eure Albvereins-Ortsgruppe Bad Urach

2. Familiengruppen-Aktion

Klasse war unsere zweite Familiengruppen-Aktion an der Falkeinsteiner Höhle

Einen tollen Artikel zu unserem Beitrag zum Uracher Kinderferienprogramm findet Ihr auf der homepage unseres Hauptvereins hier – schaut mal rein!

https://familien.albverein.net/2025/08/18/kleine-forscher-in-der-falkensteiner-hoehle/

Wir danken allen herzlich fürs Kommen und freuen uns schon auf die nächste Familien-Aktion mit Euch!

Eure Albvereins-Ortsgruppe Bad Urach

Trachtenvorstellung im Rathaus am 22.07.2025

In der Festwoche des Schäferlaufs fand am vergangenen Dienstagabend im Rathaus von Bad Urach die nun schon traditionelle Trachtenvorstellung anlässlich des Uracher Schäferlaufs statt. 

Die Ortsgruppe Bad Urach des Schwäbischen Albvereins hatte in Zusammenarbeit mit der Stadt Bad Urach Trachtenpaare aus Bad Urach (Metzgerpaar und Schäferreigenpaar) eingeladen. Aus Römerstein-Donnstetten und aus Betzingen kamen weitere Trachtenpaare dazu. Eugen Kramer, der seitherige Uracher Albvereinsvorsitzende, moderierte den Abend und stellte die einzelnen Trachten an den Paaren vor. 

Es begann mit einer Einführung in die Trachtenforschung in unserer Gegend, die teilweise in die Barockzeit um 1750-1780, sowie die Zeit von 1820-1830 führte. Fündig wurde man dabei in den „Inventar- und Inventurlisten, sowie den „Beibringungsverzeichnissen“ aus diesen Zeiten, die den gesamten einzubringenden Hausrat mit Möbeln, jedoch auch der gesamten Kleidung bei Heirat durch amtliche Personen aufgezeichnet wurden, die nach Zeilen und Umfang bezahlt werden mussten. 

Trachten sind ein wertvolles Kulturgut. Sie sind der Spiegel von Geschichten, der Gesellschaft, Herkunft und des täglichen Lebens – ein absolut spannendes Gebiet.

Der Reigen begann mit der Vorstellung der Metzgertracht, die als Zunfttracht in unserer Gegend gilt. Das Rot des Mieders beim Metzgermädchen und der Weste, bzw. der Jacke des jungen Metzgers, deutet darauf hin, dass sie beide noch ledig und zu haben sind. Die weiteren Besonderheiten wurden im Anschluss erläutert. Weiter ging es mit den Trachten des Schäferreigens, schwarze Mieder, blaue und rote Röcke mit Silberborten, weiße, geblümte Schürzen und eine schwarze Haube im „Spiegel“ (Rückseite der Haube) mit Goldfäden besticktem Lebensbaum. Die jungen Männer tragen weiße Hemden, schwarze bestickte Fliege, rote Tuchweste mit 7 Knöpfen, weiße Kniestrümpfe, blaue, bzw. gelbe Kniebundhose, Schwarze oder dunkelblaue Samtjacke, sowie mit Kunstpelz verbrämte blaue und rote Mützen. Dazu gehört die Schäferschippe. Die Stadtfarben „blau, weiß, rot“ stehen Pate für die Schäferreigentracht, die jedoch nicht  historisch ist.

Bild von Safia Rapp

Es folgte nun die Tracht aus Donnstetten. Auf dem Kopf trägt die verheiratete Frau die schwarze Rollenhaube mit schwarzen Moireebändern, weißes Hemd (Bez. für Bluse) entweder rotes oder schwarzes Mieder, lilakarierter Rock (evang.) als „Leibleshäs“ i. d. R. weiße oder blaue Schürze. Als Schmuck ein Granatnuster oder Granatbroschen, auch auf der Brust drapierte Goldketten mit kleinen Steinen. Die Männer tragen die dunkelrote Plüschkappe, schwarze Leder-Kniebundhosen, weißes Hemd, rote oder schwarze Tuchweste. Auch eine Alltagstracht der Männer mit dem, an der Schulter bestickten Blauhemd, war vertreten.

Die Donnstetter Tracht kann auf dem Ölbild von Kunstmaler Karl Krauss von 1935 im oberen Foyer des Rathauses angeschaut werden. 

Nun folgten die Betzinger Trachten, die noch in ihrer Ausformung an die Barockzeit erinnern, weil sehr farbig gestaltet. Zu sehen war das „Leibleshäs“ der Frau für den Alltag in etwas einfacherer Ausführung. Weiter ging es mit der Tracht des ledigen Mädchens, hauptsächlich in den Farben rot, grün und dunkelblau mit Goldborte am Saum des Rocks, weißem Hemd und weißer Schürze. Auf dem Kopf kleine Haube in lila-weiß mit schwarzen Bändern.

Der dazugehörige Mann trägt eine  helle Hirschlederbundhose, rote Weste, weißes Leinenhemd mit Silberspange am Hals, auf dem Kopf ist die schwarze Schmerkappe aus Leder.

Weiter gings mit der Tracht des verheirateten Paars, welches insgesamt viel dunkler gehalten wird, vor allem bei der Frau. Der Mann trägt die lange weiße Leinenhose, schwarze Weste mit Silberknöpfen, Silberspange als Abschluss am Hemdenkragen, schwarze Schmerkappe aus Leder und den weißen, leinenen Kirchenmantel.

Die mit viel blauen Bändern versehende Kirchentracht für den Sonntag, goldener Borte am Rocksaum, schön gearbeitetem Goller über die Schulter und dunkelblauer Schürze, schwarzweißer kleiner Haube, machte ebenfalls Eindruck. 

Den Schluss zierte eine Betzinger Männertracht des verheirateten Mannes mit schwarzer Weste, heller Kniebundhose, aus einem Stück Leder genäht, schwarze Kniestrümpfe, dunkelblauer Kirchenmantel und schwarzer Dreispitzhut und schwarzes Halstuch.

Es machte Spaß und Freude, bei der Vorstellung des wertvollen und interessanten Kulturgutes dabei zu sein und zuzuhören, ja auch im Dialog mit den Trachtenträgerinnen und Trachtenträgern zu sein und diesem zu folgen. 

Mit Dank und der Übergabe von Blumensträußen in den Stadtfarben, sowie den Weingaben an die Männer, endete die interessante Trachtenschau.

 

E.K. 28.07.2025